7. Sinfoniekonzert 26/27
- Alfredo Casella (1883 – 1947)
- Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 12
- Maurice Ravel (1875 – 1937)
- Pavane pour une infante défunte
- Rapsodie espagnole
- Boléro
Er habe „mit großer Sorgfalt“ daran gearbeitet, sagte Alfredo Casella über seine zweite Sinfonie. Deutlich schlägt sich in ihr seine große Verehrung für die Musik Gustav Mahlers und Richard Strauss‘ nieder, im kraftvollen Scherzo kommen russische Einflüsse hinzu. Das schmerzliche Adagio gilt als eine von Casellas tiefgründigsten Schöpfungen. Das Werk schließt mit einem wie verklärten Epilog, dem ein Zitat aus Dantes „Purgatorio“ vorangestellt ist.
Nur dem Titel nach huldigt Maurice Ravels berühmte Pavane einer verstorbenen spanischen Prinzessin. Vielmehr ging es ihm um den alten Tanz und das Wortspiel infante – défunte.
Als Meister der Instrumentationskunst erweist sich Ravel in der Rapsodie espagnole, die spanisches Flair in den Konzertsaal bringt.
Dieses Kolorit prägt auch seinen Boléro, den ebenfalls ein gekonnter Klangaufbau kennzeichnet. Alles beginnt mit dem konstanten Rhythmus der kleinen Trommel …